© Punktum
Marina Poleukhina

DIE SEELE DER DINGE – illuminated by the steady radiance

Eine Musik-Performance über die Wirksamkeit zwischen Menschen und Dingen
Marina Poleukhina

DIE SEELE DER DINGE – illuminated by the steady radiance

Eine Musik-Performance über die Wirksamkeit zwischen Menschen und Dingen
© Punktum

Was wäre, wenn wir die Welt mit einem Gefühl der unmittelbaren Zugehörigkeit zu Objekten erleben würden? Wie würde sich unsere Wahrnehmung von Dingen und voneinander verändern? Würde solch eine “Verschiebung” unsere soziale Wirklichkeit beeinflussen; die Art, wie wir Nähe und Distanz erleben?

Ausgehend von der Frage, wie wir die Welt im Jetzt, im Moment, erleben, untersuchen die Performer:innen in DIE SEELE DER DINGE Objekte des Alltags als Erweiterung des Körpers. Umgekehrt beginnen diese Objekte die Performer:innen zu „benutzen“, indem sie deren Verhalten, Körperlichkeit und Interaktionsmuster verändern. Dabei entsteht ein dynamischer Dialog zwischen dem Menschen und der ihn umgebenden Welt der Dinge, in der sich die erwarteten Funktionen von Körper und Objekten verschieben, was neue Wahrnehmungsweisen und Beziehungsformen ermöglicht.

In meinen Arbeiten interessiert mich die feine Verbindung des Selbst durch die Zugehörigkeit zu allem. Es geht mir weniger um Abhängigkeit als um Zugehörigkeit zueinander und um die Suche nach einer gemeinsamen Resonanz. Es ist eine Arbeit an der Entstehung eines gemeinsamen Körpers, der ungewöhnliche Formen annehmen kann: aus gebrochener Sprache bestehen, eine Erweiterung eines Objekts oder Instruments werden oder manchmal in einer einzigen Geste existieren. Es ist der Versuch, verborgene Verbindungen sichtbar zu machen und neue Formen des gemeinsamen Seins und der gegenseitigen Wahrnehmung zu eröffnen. 

(Marina Poleukhina)



http://www.youtube.com/@marinapoleukhina
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Komposition, Konzept – Marina Poleukhina
Performance – Katelyn Rose King, Marina Poleukhina
Bühne – Stefan Voglsinger, Marina Poleukhina
Technik – Stefan Voglsinger
Klangregie – Oliver Stotz

Eine Produktion von Rotating Plant in Kooperation mit Musiktheatertage Wien



Mit freundlicher Unterstützung

Marina Poleukhina ist Komponistin und Improvisatorin. Sie absolvierte das Moskauer Staatliche Konservatorium sowie die Kunstuniversität Graz bei Clemens Gadenstätter.
Der Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit liegt in einem interdisziplinären Ansatz. Ihre Musik schafft Welten, die über bloße Klänge hinausgehen, und verbindet Bewegung, Licht, Video-Projektionen auf ungewöhnlichen Oberflächen sowie die Manipulation alltäglicher Geräte, die zu Instrumenten werden. Auch Objekte spielen eine zentrale Rolle, indem sie eigene Räume erzeugen. So entstehen neue, komplexe akustische Situationen an den Schnittstellen verschiedener Genres.
Ihre Werke wurden bei Festivals wie Ultima (Oslo), Wien Modern (Wien), Path Festival (Verona) und MATA (New York) präsentiert. Sie arbeitet mit Ensembles wie Lemniscate, Pinquins, Nadar, Airborne Extended, MCME, Looptail, Zwerm, Platypus und Curious Chamber und kooperiert sowohl mit Improvisator:innen als auch mit Choreograf:innen.
Sie ist Gründerin des „Rotating Plant – Verein für transdisziplinäre Kunst“ sowie Kuratorin der Konzertreihe „Real Time Music“, die der Improvisation gewidmet ist.

Katelyn Rose King ist eine aus dem US-Bundesstaat Georgia stammende Musikerin, Performerin und Forscherin, die zwischen Nordamerika und dem deutschsprachigen Europa tätig ist. Als Fulbright-Stipendiatin verbindet sie internationale künstlerische Perspektiven mit innovativen Ansätzen in Musik und Theater. Sie arbeitete unter anderem mit Error Theater, Klangforum Wien sowie bei renommierten Festivals und Häusern wie den Salzburger Festspielen, dem Burgtheater Wien und den Berliner Festspielen.
Ihre künstlerische Praxis bewegt sich im Spannungsfeld von zeitgenössischer und experimenteller Musik, Theater sowie hybriden Formaten dazwischen. Ein besonderer Fokus liegt auf post-digitaler Kultur, performativer Erfahrung und der Erweiterung von Perkussion durch elektronische Mittel. Katelyn interessiert sich für interdisziplinäre Zusammenarbeit, alternative Produktionsprozesse und kritische Auseinandersetzung mit konventionellen Strukturen des Musizierens.
Sie studierte an der Hochschule der Künste Bern, der McGill University und der Kennesaw State University und promoviert derzeit in künstlerischer Forschung in Wien.

Stefan Voglsinger (*1986) ist ein in Wien lebender Musiker und Performer. Er studierte Schlagzeug am Vienna Music Institute, Musik- und Bewegungspädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, sowie Sounddesign für Film an der Escuela Internacional de Cine y Television in Kuba. Stefan Voglsinger experimentiert interdisziplinär und arbeitet mit Ton und Bild. Er entwickelt Performances und audiovisuelle Installationen mit selbstgebauten und gehackten elektronischen Schaltungen. Im Setzkasten – Studio, Labor und Veranstaltungsraum zugleich – modifiziert er analoge Filmprojektoren, arbeitet in der Dunkelkammer und im Tonstudio. Er organisiert regelmäßig Konzerte, transdisziplinäre Abende und gibt Workshops zu Circuit Bending auf Festivals und Schulen. Er arbeitet im Filmmuseum Wien, ist Co-Kurator der Klangmanifeste und spielt mit dem Gemüseorchester.

Spielzeiten
24. September 19:30
25. September 16:30
25. September 19:30
Spielort
WUK Projektraum
Währinger Str. 59, 1090 Wien
Sprachen
Englisch
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