Club Mosaik: ARACHNE

ARACHNE ist ein Musiktheaterstück, das von weiblicher Verbundenheit sowie von Traditionen und Ritualen rund um das Frausein inspiriert ist. Das Stück greift Motive der griechischen Mythologie auf und thematisiert Weiblichkeit, Gleichberechtigung, Verbindung, Rituale und Tradition. Seine Gedankengänge verweben feministische Theorie mit Reflexionen über Multikulturalität und verknüpfen alte Erzählungen mit persönlichen Erfahrungen. Musik, Bewegung und Text interagieren innerhalb eines Spinnennetzes, das sowohl das Publikum als auch die Performer:innen umspannt.
Die Spinne dient dabei als ultimatives Symbol der Schöpferin von Verbindungen und als weibliches Sinnbild, das sowohl alte Mythen als auch zeitgenössische Künstler:innen inspiriert hat. Die Bedeutung des Netzes verändert sich im Verlauf der Aufführung: Es steht gleichzeitig für Verbindung und Geborgenheit, aber auch für Gefahr und Einschränkung.
Dieses interdisziplinäre Musiktheaterstück orientiert sich in seiner Struktur an einem Ritual – einem imaginären Fest, das sich um die Themen Weiblichkeit dreht. Es bezieht sich auf verschiedene Rituale aus unterschiedlichen Kulturen und historischen Epochen, wie etwa das griechische Thesmophoria-Fest, sowie auf persönliche Geschichten und Erfahrungen von Freund:innen und Familienmitgliedern der Regisseurin.
Inspiriert von Künstlerinnen und Denkerinnen wie Louise Bourgeois, Ursula K. Le Guin, Clarissa Pinkola Estés und Donna Haraway spinnt das Stück ein komplexes Netz als Metapher für Verbindung im Alltag und bietet ein hoffnungsvolles Gewebe für die Zukunft.
ARACHNE ist viele Geschichten in einer – und zugleich keine. Es ist ein Ritual, eine Feier, ein Fest der Verbundenheit, des Widerstands und der Freiheit.
EINTRITT FREI!
Club Mosaik
In frei zugänglichen Afterhour-Sessions laden wir Künstler:innen des Festivals und der zeitgenössischen Musik-Szene in Wien ein, Neues, Überraschendes oder Unerwartetes zu spielen. Eine gute Gelegenheit für Publikum und Künstler:innen der MTTW informell den Festival-Tag im WUK Projektraum ausklingen zu lassen.
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Credits
Nika Bauman (Flöte, Stimme, Performance, Regie), Sarah Maria
Dragović (Viola, Stimme, Performance), Anna Bárbara Bonatto (Tanz,
Performance, Regieassistenz)
Musik: Nika Bauman, Meredith Monk, Improvisationen basiert auf Stücken
von Margareta Ferek Petrić, Nava Hemyari u.a.
Kostüm: SALICULA (Nika Vrbica)
Kuratiert von Georg Steker
Bios
Nika Bauman (geb. 1992) ist eine kroatische Musikerin und Regisseurin mit Wohnsitz in Wien, Österreich. Sie erhielt ihre klassische Ausbildung als Flötistin an der Musikakademie in Zagreb sowie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zudem absolvierte sie an letzterer ein Masterstudium in Contemporary Arts Practice mit Schwerpunkt Transmediale Performance. Bauman ist in vielfältigen Rollen tätig: als Musikerin und Performerin, Dramaturgin, Regisseurin, Kuratorin und Managerin. Ihre künstlerischen und kuratorischen Arbeiten sowie ihre Tätigkeiten in der Musikindustrie sind vor allem geprägt von Interdisziplinarität, genreübergreifenden und innovativen
Formaten sowie von einem starken Interesse an Multikulturalität.
Sie ist künstlerische Leiterin des Ensembles Synesthetic Project sowie der multidisziplinären Konzertreihe des Kulturvereins TAKT in Wien. Darüber hinaus ist sie Teil der künstlerischen und organisatorischen Teams des MilchxHonig Festivals in Wiener Neustadt und des NAWA Festivals in Wien.
Als Musikerin ist sie aktiv im zeitgenössischen Quartett Ensemble Illyrica, im Konzept-Jazzorchester Mimika sowie im Croatian Improvisers Orchestra. Sie hat zehn multidisziplinäre Musiktheaterstücke inszeniert und an vielen weiteren mitgewirkt sowie sieben Musikvideos als Regisseurin realisiert. Auch im Bereich junges Publikum ist sie aktiv und arbeitet regelmäßig mit Organisationen wie Jeunesse Musicales als Performerin, Regisseurin, Produzentin und Mentorin zusammen.
Sie ist Trägerin des Yamaha Music Foundation of Europe Scholarship, des START-Stipendiums des österreichischen Kulturministeriums im Bereich Musik sowie weiterer Förderungen durch die Kulturministerien Österreichs und Kroatiens.
Synesthetic Project ist ein multidisziplinäres Ensemble unter der Leitung der Musikerin und Regisseurin Nika Bauman und besteht aus Musiker:innen, Tänzer:innen und bildenden Künstler:innen. Mit Sitz in Wien widmet sich das Ensemble der Erforschung neuer Ausdrucksformen im Musiktheater durch transdisziplinäres Erzählen. Unter Baumans dramaturgischer Leitung verfolgt das Ensemble einen kollaborativen Schaffensprozess. Seit seiner Gründung im Jahr 2018 hat das Synesthetic Project zehn Theaterstücke in unterschiedlichen Formationen sowie sieben Videoarbeiten realisiert. Das Ensemble trat bei Festivals und auf Bühnen in Österreich, Deutschland, Irland und Kroatien auf und erhielt Förderungen und Unterstützung von Kulturinstitutionen und Ministerien in Österreich und Kroatien.