Pulver

Zerreiben, zermalmen, zerkleinern, zerlegen, zersetzen, zerfallen, zerstreuen: PULVER. Was geschieht mit dem, was übrig bleibt? Clara Frühstück, Samuel Schaab, Sixtus Preiss und Mani Obeya setzen einen Prozess in Gang, der Klangmuster auflöst und alles erfasst, was sich ihm in den Weg stellt. Ein Industrie-Schredder, ein Dutzend Keyboards und ein präpariertes Klavier stehen im Zentrum der Klangerzeugung. Texte von Ferdinand Schmalz flirren aus dem Off durch den Raum. Inmitten wirbelnder Fragmente begegnet ein Stepptänzer der nicht endenden Masse mit vollem Körpereinsatz. Klangpartikel, Staub und Sprachreste erfüllen den Raum.
Am Ende bleibt: PULVER.
Der Autor Ferdinand Schmalz für PULVER
ich werde alles zurücknehmen.
alles was ich je erzeugt
wieder zerlegen,
ich werde hier anfangen,
bei allem was mir lieb,
ich werde meinen hausrat zerschreddern,
meine papiere durch den reißwolf jagen,
meine geräte mit einem stein zertrümmern,
ich werde mit einer abrissbirne
meine vier wände niederreißen,
mein bett in mühevoller kleinstarbeit,
zusammenschleifen,
ich werde meine bibliothek in brand setzen,
ich werde mich selbst auslöschen,
um endlich wieder ganz zu sein.
Talk zu Pulver
mit Clara Frühstück, Samuel Schaab und Mani Obeya
Fr, 26.09. ca 21.00 (nach der Veranstaltung)
Ort: Zacherlfabrik
Eine Prouktion von IG MELO in Koproduktion mit Musiktheatertage Wien.
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Credits
Künstlerische Leitung und Konzept: Clara Frühstück, Samuel Schaab
Licht – und Raumdesign: Samuel Schaab
Kostüme: Aleksandra Kica
Komposition und Performance: Clara Frühstück, Mani Obeya
Text: Ferdinand Schmalz
Stimme: Mavie Hörbiger
Sounddesign: Sixtus Preiss
Dramaturgie: Sylvi Kretschmar
Outside Eye: Theresa Kraus
PR: Tanja Fuchs
Produktion: Magdalena Stolhofer / dieKulturtanten
Foto: Joe Albrecht
Gefördert durch Stadt Wien Kultur und BMWKMS (BMKÖS). Mit freundlicher Unterstützung von Bösendorfer.
Bios
Spielzeiten
26. September 19:30
27. September 19:30